Tablets im Anfangsunterricht

Vor allem jüngere Kinder lernen am effektivsten selbstständig handelnd mit allen Sinnen, durch Neugier, Spiel und Bewegung in der Realität. Zur heutigen Lebenswirklichkeit gehört auch die Digitalisierung. Daher ist es sinnvoll, bei den Kindern frühzeitig Methoden- und Medienkompetenz auch in diesem Bereich anzubahnen, nicht zuletzt zu ihrem eigenen Schutz durch einen kritischen Umgang mit digitalen Medien. Wenn digitale Geräte bzw. Apps ab und zu ergänzend eingesetzt werden, sollte auf kindgerechte Bedienung, Werbefreiheit und Offline-Nutzbarkeit geachtet werden.
Für den sachgerechten, sicheren Umgang mit digitalen Medien erwerben unsere Schülerinnen und Schüler im Rahmen unseres Medienkonzeptes in Jahrgangsstufe 1/2 einen „Computerführerschein“. Durch die angeleitete Verwendung der schuleigenen Tablets werden Basiskompetenzen gemeinsam erarbeitet und geschult. In diesem Rahmen können zum Beispiel empfehlenswerte Apps und Suchmaschinen (etwa „ANTON“, „Antolin“, „Frag Finn“ oder die „Maus-App“) oder digitale Angebote zu Schulbüchern genutzt werden. Auch das Scannen eines QR-Codes gehört dazu, ebenso wie die Erstellung von kleinen Präsentationen, Fotos, Notizen und Zeichnungen, etwa für eine Geburtstagsgrußkarte.


Dabei beachten wir unbedingt folgende Regeln:
- Ich bin nie unbegleitet im Internet unterwegs und frage sofort nach, wenn mir etwas komisch vorkommt.
- Ich gehe vorsichtig mit dem iPad um: Ich esse und trinke nicht dabei. Ich achte auf saubere, trockene Hände. Ich trage es mit beiden Händen.
- Ich nutze nur die Apps, die ich für meine Aufgabe brauche.
- Ich frage vor dem Fotografieren um Erlaubnis.
- Ich logge mich am Ende aus und schließe die App.
Damit machen wir die ersten Schritte in Richtung des zentralen, fächer- und schulartenübergreifenden Bildungs- und Erziehungsziels des LehrplanPLUS im Bereich Medienbildung/Digitale Bildung: „Schülerinnen und Schüler erwerben im Rahmen der schulischen Medienbildung Kenntnisse und Fertigkeiten, um sachgerecht, selbstbestimmt und verantwortungsvoll in einer multimedial geprägten Gesellschaft zu handeln. Sie analysieren und bewerten Vorzüge und Gefahren von Medien und nutzen diese bewusst und reflektiert für private und schulische Zwecke. Insbesondere wägen sie kriteriengeleitet ihren Umgang mit sozialen Netzwerken ab.“
Text und Fotos: Dr. U. Rotte


